18. Juni 2022

Tag der nachhaltigen Gastronomie

Nachhaltigkeit ist das Thema, das all unsere Trends, Genussvorlieben, unser Handeln und unser Arbeiten mehr denn je bestimmt. Immer mehr Menschen achten auf ihre Lebensmittel, Umwelt, Klima, Tierwohl, Fußabdruck und …

Grünes Image ganz easy!
Der wichtigste Mega-Trend unsere Zeit ist die Nachhaltigkeit. Dass der Kampf für eine bessere Zukunft auf dem Teller entschieden wird, ist mittlerweile in jedem Betrieb angekommen. Dabei gilt: die Prozesse in deinem Gastro-Betrieb rund um den Teller lassen sich bereits ganz einfach optimieren. Dass Lebensmittelabfälle entstehen, lässt sich natürlich nicht zu 100 % vermeiden, doch es gibt Möglichkeiten diese zu verringern.

Tipps:

  • Bestellverhalten der Gäste beobachten und Menü anpassen.
  • Portionsgrößen optimieren (bietet doch das gleiche Gericht für den „kleinen Hunger“ und für „Bärenhunger“ an!)
  • Übriggebliebenes Essen zum Mitnehmen anbieten (Omas haben es damals in die Handtasche unter den Tisch gepackt, wir machen es salonfähig.)
  • Biete regionale und saisonale Bio-Produkte an und verarbeite das ganze Tier oder das komplette Gemüse!
  • Lagere deine Lebensmittel klug! Die First-in-First-Out-Methode hilft dir dabei.
  • Digitale Tools und WWS-Systeme lassen dich klug einkaufen!
  • Setze auf wiederverwendbare Servietten, Tischdecken und verzichte z. B. auf Biermanschetten!
  • Achte auf nachhaltige Reinigungsmittel.
  • Recycle in deinem Betrieb richtig! Lass dein Altfett oder dein Speiseöl von einem Entsorgungsunternehmen abholen. So können diese z. B. zum Beheizen von Blockheizkraftwerken genutzt werden oder werden für Bio-Diesel genutzt.

  • Strohhalme können aus Nudeln, recyceltem Papier, Gras, Gebäck, Glas oder Metall sein. Schluss mit den Plastikstängeln!
  • Spare Energie in deiner Küche! Licht ausmachen oder installiere Bewegungsmelder in wenig benutzten Räumen wie Toiletten oder Kühlräumen.
  • Achte auf energiesparende Gastro-Geräte wie Spülmaschinen, die weniger Wasser verbrauchen als solche für Privathaushalte.
  • Trenne deinen Müll richtig!


2023 kommt die Mehrwegpflicht für dich als Gastronom!
Was heißt das eigentlich? Vom Bundestag 2021 beschlossen, müssen Gastronomen ab Januar 2023 für ihren Außer-Haus-Verkauft neben Einwegverpackungen mindestens eine Mehrwegalternative anbieten. Das gilt für Getränke und Speisen. Da der To-Go Sektor während Corona enorm angezogen hat, muss sich dieser Trend anpassen. Interessant: Mehrwegalternativen dürfen dabei nicht teurer als dir Einwegvarianten sein. Einzige Ausnahme: Betriebe mit weniger als fünf Mitarbeitern oder einer Verkaufsfläche unter 80 qm wie z.B. Imbisse, Spätis oder Kioske werden lediglich dazu verpflichtet, Speisen und Getränke auf Wunsch in mitgebrachte Behältnisse der Kunden zu füllen. Achtung: Bäckereiketten sind von der Ausnahme ausgeschlossen, denn hier werden alle Mitarbeiter der gesamten Kette gerechnet.
 

Aus Nachhaltigkeit wird ganz fix Liebe.
Das mit der Mehrwegpflicht klingt für dich nach Arbeit oder schwer umsetzbar? Denk an die positiven Faktoren. Die Mehrwegpflicht z. B. schafft Kundenbindung durch das Zurückbringen der Pfandgefäße. Brandest du deine Behältnisse noch mit deinem Logo und hebst dich vom Design her von der Konkurrenz ab, fällst du draußen auf und ziehst neue Kunden an. Auch verbessert dein nachhaltiges Handeln auf allen Wegen dein Image. Du baust Beziehungen zu regionalen Erzeugern auf, fällst positiv bei deinen Gästen durch eine überdachte Speisekarte auf, deine Wirtschaftlichkeit wird sich auf jeden Fall positiv verändern und die Umwelt dankt dir erst recht.

Neuste Beiträge

  • Feed me – Reel Talk

    Manche Berufe sind ein Beziehungsstatus: „Es ist kompliziert.“ Morgens küsst man den Algorithmus, abends verflucht man die Kommentarspalte und dazwischen liegt ein ganzer Arbeitstag in der Gastronomie.

  • Einmal hier lebenslänglich bitte! Heute gibt’s Freigang für Francesco

    Sein eigenes Restaurant hieß „Freude“, doch genau das hat er jüngst aufgegeben, um genau hier einzusitzen: im Offenburgs ehemaligen Gefängnis und heutigen Designhotel Liberty. Francesco D’Agostino verwirklicht sich genau dort, wo früher niemand freiwillig blieb.

  • Grilling me softly mit Jamie Oliver

  • Signature Dish by Max Strohe

    Manche Köche backen ihren Lebenslauf glatt. Max Strohe nicht. Bei ihm steht alles drin. Das Seniorenheim, das Hotel auf Kreta, die Berliner Jahre im The Grand und 2015 der Sprung ins eigene Ding. Mit Ilona Scholl eröffnet er das Tulus Lotrek in Kreuzberg. Kein steriler Tempel, sondern ein Ort mit Herzschlag und mit Michelin-Stern gekrönt. Vielen ist Max aus „Kitchen Impossible“ und der „Küchenschlacht“ bekannt. In der Pandemie startete er das Projekt KOCHEN FÜR HELDEN für alle, die durchhalten mussten. 2021 folgte das Bundesverdienstkreuz. Chapeau Max!

  • Speed Dating mit Tobias Bätz

    Er sagt, sein schlimmster Charakterzug sei das unermüdliche Weitermachen. Klingt erst mal nach Beichtstuhl. Ist aber Kampfansage mit Küchenhandtuch über der Schulter. Tobias Bätz trägt seit 2019 zwei Michelin-Sterne im AURA in Wirsberg – gemeinsam mit Alexander Herrmann. Zudem ist er mit voller Leidenschaft Vorstand der Freakstotable. Ein Glück, dass wir ihn für ein Speed Dating ergattern konnten. Ok, wir sind ehrlich, denn wir reden gern und er noch umso lieber. Viel Spaß beim Long Dating.

  • Haltungssache: Taubertal Wagyu

    Im Taubertal steht Luxus nicht in der Vitrine, sondern auf der Weide. Er kaut, atmet, schaut einen ruhig an und erinnert daran, dass große Küche nicht erst beim Anrichten beginnt, sondern lange vorher, dort, wo ein Tier aufwächst, was es frisst, wie es gehalten wird und ob man ihm mit Respekt begegnet. Familie Richter aus Wolfsbuch züchtet seit 2014 Rinder und zeigt, dass echtes Premium nicht an der Marmorierung beginnt, sondern an der Haltung dahinter.

  • Signature Dish by Daniel Wallenstein

    Bühne frei für den Koch des Jahres Daniel Wallenstein. Blackbox gezähmt. Titel geholt. Daniel Wallenstein ist Koch des Jahres! Der Titel Koch des Jahres geht nach Gengenbach! So schmeckt gewinnen…

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    Sarah & Christian Bau sind kein Küchenmythos, sie sind Praxis. Ein Ehepaar, das sich auf Messerlänge vertraut und daraus Weltformat mit drei Sternen kocht – ohne Zirkus, dafür mit exzellenter Haltung…

  • Speed Dating mit Dennis Kuckuck

    Er übernimmt nach 25 Jahren den Staffelstab von einem der größten Sterneköche unserer Zeit, Joachim Wissler. Ab sofort steht der Name Dennis Kuckuck auf der Menükarte des Vendôme im Schloss Bensberg. Sein größtes Ziel vor Augen: den dritten Stern holen. Wir erwischen Dennis kurz vor Beginn der Arbeit allein im noch stillen Restaurant. Dort, wo in wenigen Stunden auf höchstem Niveau klassisch-moderne und zugleich präzise Gänge serviert werden. Perfekt für ein unvergessliches Speed Dating, null Weichspüler und maximale Ehrlichkeit.

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