26. Juli 2024

Urlaub für Foodies

Food-Travel ist total im Trend! Liebe geht bekanntlich durch den Magen und genau deshalb lernen viele Urlauber die Orte immer lieber kulinarisch kennen. Wir fragen bei dem südlichsten Landhotel am Bodensee und …

LIEBE Á LA CARTE – Im Gespräch mit Alexander Wussow

Immer mehr Reisende haben Hunger auf kulinarische Entdeckungen und suchen Urlaubsziele, bei denen die Liebe durch den Magen geht. Isst man sich durch das Menü der Gastgeber, erlebt man so die regionale Kultur mit allen Sinnen. Food-Travel nennt sich dieser schöne Trend auch im Fachjargon, der sich durch alle Altersgruppen zieht.

Lass uns mal über den typischen Urlauber bei dir reden. Wer reist zu dir und wie lange im Durchschnitt?

Ich glaube es gibt keinen typischen Urlauber bei uns. Alterstechnisch sind wir ganz gut durchgemischt, wobei Ü40-Ü60 den größten Urlauberanteil ausmacht. Derzeit haben wir viele Franzosen, die Schweiz ist im Kommen und natürliche viele Deutsche selbst sind Gast bei uns. Immer mehr Norweger sind auch per Auto unterwegs und bleiben in der Regel 4-5 Tage.

Das Landhotel ist seit 1953 in eurem Familienbesitz? Wie hat sich der Anspruch des Urlaubers verändert?

Genau, 1953 wurde der erste Teil gebaut, dann 1972 der zweite Teil und 1990/1991 haben meine Eltern das Zepter übernommen und ich jetzt jüngst in 2019. Gut ist, dass meine Großeltern schon beim Bau damals in jedes Zimmer ein Bad eingebaut haben. Der Architekt damals war kurz vorher auf Mallorca Urlauben und hatte diesen Trend beobachtet. Statt 1-2 Bäder pro Etage, was damals noch Standard war, gab es dann bei uns recht früh eigene Badezimmer.

Witzig zu sehen während der Corona-Zeit war, dass die sonst so typischen Ballermann-Urlauber zu uns dann kamen und uns fragten, wo sie denn ihr Handtuch für den See bekommen.

2019 wurde das Restaurant renoviert. Ein wichtiger Schritt, um neue Gäste neugierig zu machen?

Das Restaurant war bis 2019 ganze 11 Jahre geschlossen und so musste es zwingend renoviert werden. Ich wollte ein wenig den Landhotel-Charakter bewahren, aber gleichzeitig auch zeigen, dass ein frischer Wind weht. Somit haben wir dann auch 2021 die Terrasse komplett neugestaltet.

Wie wichtig ist regionale Küche für den Urlauber? Werden regionale Gerichte häufiger geordert als die typische sichere Nummer?

Regionale Gerichte sich sehr wichtig für ihn. Wenn ich tatsächlich Bodensee-Fisch servieren kann, ist dieser sogar in der ersten Stunde direkt ausverkauft. Ansonsten essen Gäste sehr gern den beliebten Zwiebelrostbraten bei uns. Im Sommer tobe ich mich aber sehr gern mit mediterran angehauchten Gerichten aus und interpretiere Regionales neu. Derzeit Buratta, Aprikosensalat mit Granatapfelsirup, Pistazien und Ezme oder Maishähnchen mit Espuma-Zitrushollandaise, Pfifferlings-Karottensalat, Orange, Za’Atar und Cous-Cous. Beides in Kombination ist sehr gern gesehen. Als Dessert empfehle ich im Sommer gern eine Creme Brûlée mit Erdbeeren vom Bodensee mit Amarettini Eis.

Arbeitest du mit regionalen Erzeugern zusammen?

Ja, sehr gerne. Die Gemüseinsel Reichenau liefert uns im Sommer sehr viel Gemüse. Ich habe meinen Fischer, bekomme die Eier vom Hof gegenüber und natürlich haben wir sehr tolle Winzer hier in der Region. Gerade die jungen Winzer polieren das verstaubte Bodensee-Wein-Image wieder auf.

Gerade in deiner Region müsste Fachkräftemangel kein Thema sein, oder?

Leider ist der Fachkräftemangel auch bei uns voll da. Natürlich ist es bei uns wunderschön, aber auch super teuer und es gibt nicht viele Wohnungen auf dem Markt.

Wer jetzt Lust auf eine kleine Genuss-Auszeit bei Alexander bekommen hat, kann sich gern weitere Infos einholen unter Landhotel Bodensee

Neuste Beiträge

  • Signature Dish by Hans Lange R.

    Vom Finanzsektor direkt ins Feuer. Hans Lange Rodriguez hat Excel gegen Herdplatte getauscht, deutsche Präzision mit bolivianischem Bauchgefühl kurzgeschlossen und sich damit gerade einen Michelin-Stern erkocht. Klingt nach Karriereplan? War keiner. Dafür nach ziemlich viel Haltung, Ají und einem Mann, dem „gut“ grundsätzlich zu wenig ist.

  • „Die Gastro ist meine Großfamilie.“

    Was bleibt, wenn einer geht, der Jahrzehntelang nicht nur für ein Unternehmen gearbeitet hat, sondern sichtbar zu dessen Gesicht geworden ist? Uwe Schmorde ist zur Legende geworden. Zum Mentor vor und hinterm Herd und guten Seele von INTERGAST. Er kann Produkte unverzichtbar für dich schmecken lassen. Er ver- bindet Menschen mit seiner Art zu kochen, mit seinem unverkenn- baren schwäbischen Dialekt und seinem ansteckenden Lachen, das durch ganze Räume hallt.

  • Speed Dating mit Timo Fritsche

    Caminada, OZ, IGNIV, Mural, LA VIE: Timo Fritsche hat reichlich Spitzenküche auf dem Buckel und Gemüse ziemlich konsequent vom Tellerrand in die Mitte geholt. Dafür gab’s sogar den Titel Gemüsekoch des Jahres. Schauen wir mal, wie er in unserem Speeddating abschneidet.

  • Gaumenfreuden mit Ali Güngörmüs

    Ali Güngörmüs denkt Genuss nicht in Hauptgang, Beilage und Dessert. Er denkt in vollen Tischen und diesem gefährlich guten Satz: „Probier davon mal!“ Mit seinem neuen Buch bringt der Spitzenkoch über 90 kleine Gründe auf den Tisch, das klassische Menü einfach mal abzuschaffen.

  • „Am Ende des Tages sind es immer die Menschen.“

    Allen Mitarbeitern einen guten Morgen zu wünschen. Genau das wird Ralf Lambert am meisten vermissen. Sein Team, die kleinen Gespräche zwischendurch, den ehrlichen Austausch. Nach über elf Jahren an der Spitze von INTERGAST verabschiedet er sich in den Ruhestand und blickt dankbar zurück. Auf Entscheidungen, auf Vertrauen, das gewachsen ist, und auf Erfolge, die man gemeinsam gefeiert hat. Auf einen Führungsstil, bei dem Autorität nie mit dem Titel begann, sondern mit Nähe.

  • Feed me – Reel Talk

    Manche Berufe sind ein Beziehungsstatus: „Es ist kompliziert.“ Morgens küsst man den Algorithmus, abends verflucht man die Kommentarspalte und dazwischen liegt ein ganzer Arbeitstag in der Gastronomie.

  • Einmal hier lebenslänglich bitte! Heute gibt’s Freigang für Francesco

    Sein eigenes Restaurant hieß „Freude“, doch genau das hat er jüngst aufgegeben, um genau hier einzusitzen: im Offenburgs ehemaligen Gefängnis und heutigen Designhotel Liberty. Francesco D’Agostino verwirklicht sich genau dort, wo früher niemand freiwillig blieb.

  • Grilling me softly mit Jamie Oliver

  • Signature Dish by Max Strohe

    Manche Köche backen ihren Lebenslauf glatt. Max Strohe nicht. Bei ihm steht alles drin. Das Seniorenheim, das Hotel auf Kreta, die Berliner Jahre im The Grand und 2015 der Sprung ins eigene Ding. Mit Ilona Scholl eröffnet er das Tulus Lotrek in Kreuzberg. Kein steriler Tempel, sondern ein Ort mit Herzschlag und mit Michelin-Stern gekrönt. Vielen ist Max aus „Kitchen Impossible“ und der „Küchenschlacht“ bekannt. In der Pandemie startete er das Projekt KOCHEN FÜR HELDEN für alle, die durchhalten mussten. 2021 folgte das Bundesverdienstkreuz. Chapeau Max!

Werde zum Gastro Insider

Wenn du beim nächsten Gastro-Talk mitreden willst, brauchst du mehr als Küchenfunk. Unser Newsletter serviert dir die heißesten Themen & Trends, bevor sie auf der Karte stehen.

*Pflichtfeld

    Wir verarbeiten die Daten ausschließlich zum Zweck der Anfrage auf Basis von Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.