10. August 2022

Convenience Teil 2: Warum?

Warum solltet ihr Convenience Food verwenden und warum nicht? Im zweiten Teil der Dreierreihe erfahrt ihr von Schmorde, warum die Akzeptanz für Convenience immer weiter steigt und wieso auch er davon begeistert ist.

Warum Convenience und warum steigt die Akzeptanz für diese Produkte?

Nicht nur allein im Fachkräfte- und generellen Personalmangel, der vor allem den Berufsstand der Köche betrifft, ist hier der Grund zu suchen. Mit immer weniger (qualifizierten) Mitarbeitern soll und muss die gleiche Arbeit in derselben Zeit bewältigt werden. Das Rad dreht sich unaufhörlich weiter und die Pandemie verbesserte diese Lage nicht einmal annährend. Im Gegenteil: Die Pandemie verstärkte den Personalmangel eher, da sich einige aufgrund der Maßnahmen und Auflagen aus der Gastronomie verabschiedeten. Letztlich entscheidet im Täglichen gastronomischen Dasein, eine klare Kosten-Nutzen-Analyse darüber, wie viele Convenience-Produkte in den Betrieben eingesetzt werden.

Warum habe ich mich für Convenience entschieden?

Gleichbleibende Qualität:

  • Geschmack, Nährwerte, Sensorik und Optik sind gleichbleibend. Durch Festlegung der Rezepturen und Arbeitsanweisungen sind die Gerichte nicht abhängig von der Tagesform der Köche.
  • Geschmacksvielfalt und Abwechslung sind gegeben
  • Bei sachgemäßer Zubereitung ist ein Gelingen garantiert.

Wirtschaftlichkeit:

  • Standardisierte Produkte und Gerichte
  • Kalkulationssicherheit durch exaktere Kalkulation, keine Gar und Schnittverluste.
  • Mengenberechnung und Einkauf sind einfach und sicher
  • Oft geringere Investitionskosten und Betriebskosten bei Neuplanung und Umstrukturierung
  • hohe Zeitersparnis
  • Vermeidung saisonaler Preisschwankungen
  • Einfache ganzjährige Beschaffung bei geringer Lagerkapazität

Hygiene:

  • Hygienisch geschlossene, Verpackte Klein und Groß Gebinde.

Unabhängigkeit und Flexibilität:

  • Convenience Produkte bieten in der Zwischenzeit eine große Vielfalt an Produkten, die immer verfügbar sind.
  • Weitgehend keine Saison unabhängige, erntebedingte und sonstige Lieferschwankungen.
  • Bei entsprechender Vorratshaltung kann einfach und flexibel auf unerwartete Essensgäste reagiert werden.
  • Kein Produktionsrisiko bei der Mengen Planung. Selbst klein Mengen können in nur wenigen Minuten Nachproduziert werden.

Personal:

  • Verminderter Personal- und Fachpersonalbedarf. Wie z.B. Köche, Konditoren und dergleichen notwendig.
  • Durch Umschichtung der Personalstruktur können Kosten gespart werden oder eine Aufstockung helfender Hände erfolgen.

Umweltaspekt und Energiebedarf

  • Durch den Einsatz von Convenience Produkten sinkt der Energiebedarf Wasser / Strom / Gas für die Speisenzubereitung in der eigenen Küche.
  • Vor- und Zubereitungsabfall entfallen weitgehend, wie z.B. Salat, Gemüse putzen usw.
  • Bei Convenience Produkten ist allerdings meistens der Verpackungsaufwand etwas höher als bei Frischprodukten, dadurch steigt das Abfallaufkommen im Bereich Plastik, Kunststoff.

Convenience ist nicht gleich Convenience

Letztlich hängt die Entscheidung, ob vorgefertigte Convenience Produkte verwendet werden, in welchem Maße und in welchem Convenience Grad diese eingesetzt werden, von vielen Faktoren ab: Hierzu müssen vorab die spezifischen Gegebenheiten des Gastronomischen Betriebes ermittelt werden. Ob der Einsatz dieser Produkte gut oder schlecht, richtig oder falsch ist, kann pauschal nicht gesagt werden. Es kommt einzig und allein darauf an, ob man diesen Schritt befürwortet, ob man selbst dahintersteht und sich mit der neuen Situation identifizieren kann oder nicht. Ein großes Gegenargument ist dabei die Kreativität, die laut einiger Experten vermeintlich auf der Strecke bleiben würde. Doch Kreative Köche und gastronomische Mitarbeiter bringen genau diese Kreativität mit oder ohne Convenience auf den Teller. Convenience stellt lediglich das Grundprodukt dar, womit einige Arbeitsschritte erspart bleiben. Was in der Küche daraus gezaubert wird, ist völlig frei. Somit steht der Kreativität nichts im Wege!

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